SARS-CoV-2: Indirekter Erregernachweis mittels Antikörpertestung

Antikörpertests können bei COVID-19-typischer Symptomatik in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Insbesondere bei milden Verläufen ist ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt der direkte Erregernachweis mit einem PCR-Test (zum Beispiel durch einen Rachenabstrich) nicht immer möglich. Eine SARS-CoV-2-Infektion kann dann indirekt durch serologische Verfahren (d. h. Blutentnahme mit Antikörper-Bestimmung) nachgewiesen werden. Mittlerweile stehen sehr sensitive und für den indirekten Erregernachweis bei Patienten mit COVID-19-Symptomen ausreichend spezifische Antikörpernachweise zur Verfügung. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper kann eine Woche nach Symptombeginn zweckmäßig sein. Hierzu sind zwei Blutproben im Abstand von 7 bis 14 Tagen erforderlich. Die zweite Probe sollte nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen. Das Blut wird spezifisch auf IgG-Antikörper untersucht. Eine sichere Immunität kann derzeit weiterhin nicht bescheinigt werden. Aussagekräftige Daten liegen bisher nicht vor!
Wichtig: Eine Testung ohne direkten zeitlichen Bezug zu einer klinischen COVID-19-Symptomatik (beispielsweise zur Prüfung einer Immunität) ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, sondern eine individuelle Gesundheitsleistung (Selbstzahlerleistung).
Eine Testung ohne zeitlichen Bezug zur Symptomatik (d. h. Sie möchten lediglich die Information über den Antikörper-Status) benötigt nur EINE Blutentnahme!

Wir beraten Sie gerne kurzfristig, ob und zu welchem Zeitpunkt diese Blutentnahme (d. h. Antikörper-Bestimmung) für Sie sinnvoll ist! Bitte vereinbaren Sie einen Termin!