Attest/Ärztliche Bescheinigung für bevorzugte Corona-Impfung Impfgruppen 2 + 3

Ärzte, die ihren Patienten künftig ein Attest über Vorerkrankungen als Anspruchsnachweis für eine vorrangige Corona-Schutzimpfung ausstellen, müssen hierbei keine Details angeben. Eine formlose Bescheinigung, dass eine entsprechende Erkrankung besteht, ist nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums ausreichend.

Erforderlich werden die Atteste erst ab der Priorisierungsgruppe 2 bzw. 3. Denn aktuell werden vor allem Bewohner und Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen sowie Personen über 80 Jahre geimpft.
Nach der Impfverordnung der Bundesregierung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Priorisierungsstufen 2 und 3 (hohe bzw. erhöhte Priorität) ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Betreffende nicht schon aufgrund seines Alters bevorzugt Anspruch hat: Priorisierungsgruppe zwei ab 70 Jahre, drei ab 60 Jahre.
Diagnosen, die diese Bescheinigung zulassen, sind zum Beispiel Personen mit Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz, Arrhythmie/ Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit, Schlaganfall, Demenz, COPD, Asthma, Krebserkrankung, u. v. m.
Siehe weitere Informationen
https://www.kbv.de/media/sp/2020-12-21_Bundesanzeiger_ImpfVO.pdf

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Stand Januar 2021